Diese 8 Lebensmittel steigern Deine Konzentration

Ostsee August 2009 (180)

Fällt Dir auch häufig die Konzentration beim Lernen schwer? Du hast neben dem Studium noch weitere Verpflichtungen, die Dir im Kopf herumgeistern? Fällt es Dir  oft schwer, Dich auf ein Thema zu konzentrieren? Du bist vielleicht müde und erschöpft oder so gestresst, dass Du nicht lange stillsitzen kannst.

Diese Lebensmittel können Dir helfen, Müdigkeit und Konzentrationsmangel vorzubeugen. Die Leistungssteigerung durch Nahrungsmittel ist ein effektives Mittel, um den Lernerfolg zu steigern.

Hier stelle ich Dir alte Bekannte unter den Lebensmitteln vor, aber auch neue Trends, die sich zu beliebten Superfoods entwickelt haben und Dich aktiv beim Lernen unterstützen – indem sie Dir zu Ruhe und Konzentration verhelfen.

Vielleicht ist ja etwas dabei, das Du noch nicht kennst?

Ginko ist ein Brainbooster

Viele Studenten schwören auf Präparate mit Ginkgo. Dieser Baum ist der älteste der Erde – ein lebendes Fossil.

Der Extrakt seiner Blätter erhöht den Dopaminspiegel. Du bist aufnahmefähiger, da die Blutgefäße sich weiten und so mehr Sauerstoff transportiert wird – Deine Konzentration steigt.

Studentenfutter für kreatives Denken

Studentenfutter ist die ideale Kombination aus fruchtzuckerhaltigem Trockenobst und Nüssen, die B-Vitamine und Omega-3-Fettsäuren enthalten.Zudem findest du in Nüssen eine extra Portion Cholin. Dieses wird im Gehirn zu Azetylcholin umgewandelt und gespeichert. Während dem Lernen wird Azetylcholin für kreative Denkprozesse genutzt und deine Merkfähigkeit steigt.

Durch die im Trockenobst enthaltene Glucose werden die Nährstoffe der Nüsse nur ganz langsam verstoffwechselt, wodurch dieser Snack Dir lange anhaltende Energie spendet.

Matcha sorgt für Energie beim Lernen

Matcha ist der neue Trend am Superfood-Himmel. Die Wirksamkeit des grünen Pulvers wurde mehrfach durch Studien belegt. Das Teein macht wach, während die vielen Aminosäuren ausgleichend wirken und deinen Geist beruhigen. Das macht sich bemerkbar, indem du gleichzeitig wach, aber nicht nervös bist – Du kannst ruhig und konzentriert lernen.

Matcha enthält auch große Mengen an EGCG. Das steht für Epigallocatechin-3-gallat. Dieses kann giftige Eiweißablegrungen im Gehirn unschädlich machen und dafür sorgen, dass dein Gehirn leistungsfähig bleibt. Am Ende des Artikels findest Du mein Lieblings-Rezept für einen leckeren Matcha!

Bananen wecken Glücksgefühle

Du brauchst die ultimative Ladung Glücksgefühle? Wie wär’s mit einer Banane? Diese enthält Tryptophan, eine Aminosäure, aus der im Gehirn Serotonin, das Glückshormon hergestellt wird. Zudem liefert sie Dir langkettige Kohlenhydrate, die Dir Ausdauer beim Lernen verschaffen.

Unverzichtbar: Mineralwasser

Wasser macht 50 bis 60 % des Körpers aus. Mindestens 2 Liter solltest Du am Tag davon trinken, bei körperlicher Betätigung mehr. Wenn du Durst verspürst, leidest du bereits an einer Dehydrierung – auf Dauer ist das schlecht für deine Lernergebnisse. Sauerstoff und Nährstoffe können dank einer hohen Flüssigkeitszufuhr durch das Blut ins Gehirn transportiert werden – genau dorthin, wo Du sie benötigst, wenn Du tolle Lernerfolge erzielen willst.

Mineralwasser enthält zudem Magnesium, welches die Nerven stärkt und die Konzentration fördert. In diesem Zusammenhang kann ich Dir auch das Schüssler-Salz Nummer 7 zum Lernen wärmstens empfehlen.

Heidelbeeren verbessern die Merkfähigkeit

Und wer kann das nicht gebrauchen, angesichts der Fülle an Lernstoff, der beim Fernstudium anfällt? Neurowissenschaftler James Joseph schwört auf die blauen Früchte und behauptet sogar, dass sie klüger machen, wie du hier nachlesen kannst. Heidelbeeren fördern ihm zufolge auch die Informationsübertragung zwischen den Zellen. Das Lernen wird dadurch effektiver.

Avocados – gesund trotz hohem Fettgehalt

Manche schrecken vor dieser Superfrucht zurück, da sie zu 30% aus Fett besteht.
Meiner Meinung nach ist das absoluter Quatsch, denn dabei handelt es sich überwiegend um ungesättigte Fettsäuren. Diese stärken deine Nerven und sorgen so für hohe Konzentration beim (Fern-)Lernen.
Die Vitamine B1 und B6 kommen, genau wie Folsäure, Kalium und Eisen, ebenfalls in großen Mengen in dieser Frucht vor. Avocados sind somit wahre Nahrung fürs Gehirn.

Chia-Samen sind das neue Superfood

Bei den Inkas seit über 500 Jahren bekannt, sind Chia-Samen als Superfood bei uns erst seit kurzer Zeit beliebt.
In Mexiko stehen sie für Kraft und Energie. Und tatsächlich beinhalten 2 EL der Samen 5 mg Omega-3, welches für geistige Klarheit beim Lernen sorgt.
Zum Vergleich: der Tagesbedarf an Omega-3 liegt bei 0,25 Gramm, Menschen die geistig arbeiten profitieren aber von einer höheren Menge.
Dieses Chia-Pudding-Rezept ist ein idealer Snack beim Lernen!

 

Hast du ein paar neue Erkenntnisse gewonnen?

Ich entlasse Dich jetzt mit zwei Rezepten, die echtes Superfood für dein Gehirn sind.

Probiere sie unbedingt mal aus und berichte mir, wie sie Deine Lernleistung beeinflusst haben.

 

Beispiel für ein gelungenes Frühstück vor dem Lernen

Eine Tasse Pflanzenmilch

Vollkornhaferflocken nach Belieben

Eine klein geschnittene Banane

Eine Hand voll Blaubeeren

2 El gemahlene oder gehackte Nüsse nach Wahl

 

Mein Lieblings-Matcha-Rezept für geballte Konzentration

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300 ml Hafermilch

1 TL Matcha

1 TL Rohkakao (alternativ Backkakao)

1 Banane

1 TL Mandelmus

Alle Zutaten in den Mixer geben oder mit einem Stabmixer verarbeiten. Wichtig ist, dass das Matchapulver sich gut in der Milch löst, da es sonst sehr bitter schmeckt. Durch das Mandelmus wird der Drink super-cremig, einfach herrlich! Ein schokoladiger Superfood-Shake fürs Lernen!

Wie Du herausfindest, welcher Lerntyp Du bist und wie Du dieses Wissen für Deinen Lernerfolg nutzen kannst

Der deutsche Biochemiker und Systemforscher Frederic Vester stellte 1975 erstmals die Theorie der Lerntypen auf. Diese Theorie besagt, dass jeder Mensch je nach Veranlagung und Vorliebe auf eine andere Art und Weise effektiv lernt.
Wenn du weißt, welcher Lerntyp Du bist, kannst du das nutzen, um schneller zu lernen und Dir dauerhaft mehr zu merken. Auch Deine Lernmotivation steigt durch den erkennbaren Lernerfolg.
Natürlich solltest Du beim Lernen immer mehrere Sinne beanspruchen, da so die Anzahl der Verknüpfungen im Gehirn steigt und du im Endeffekt mehr behältst. Aber Dein persönlicher Lerntyp sagt aus, auf welche Methoden Du Deinen Schwerpunkt legen solltest.
Im Folgenden gebe ich Dir eine kurze Erklärung zu jedem Lerntyp. So kannst du schauen, in welchem Typ Du Dich wieder erkennst. Anschließend gebe ich Dir ein paar Tipps an die Hand, wie Du dieses Wissen für Deinen Lernerfolg nutzen kannst.

Der auditive Lerntyp

Wenn Du ein auditiver Lerntyp bist, kannst du dir gehörte Informationen besonders leicht merken. Du magst es, Erklärungen zuzuhören? Du liest Texte gerne laut oder führst beim Lernen Selbstgespräche? Dann stehen die Chancen hoch, dass Du auditiv veranlagt bist.
Das stört den auditiven Lerntypen: Umgebungsgeräusche aller Art sind eine absolute Störquelle für Dich. Den Fernsehen oder das Radio im Hintergrund laufen lassen? Fehlanzeige.
Und so nutzt du dieses Wissen: Spreche das Gelernte laut aus. Erkläre den Lernstoff Freunden oder Familienmitgliedern. Keiner da, den das interessiert? Egal, stelle Dir ein Kuscheltier auf den Schreibtisch oder scheue Dich nicht, Selbstgespräche zu führen. Bearbeite mündliche Aufgaben, wenn Du welche finden kannst. Sei kreativ und erfinde ein Lied zum Lerninhalt. Oder besorge Lern-CD´s, die Du auf Autofahrten, während der Hausarbeit oder beim Einschlafen hörst.
Sorge für eine ungestörte Lernumgebung. Schließe die Fenster, schalte Geräte ab und genieße die Ruhe.

Der visuelle Lerntyp

Du liebst es, zu lesen? Handlungsabläufe schaust Du Dir lieber in Ruhe an, als sie selbst durchzuführen? Dann bist Du womöglich ein visueller Lerntyp. Du magst Bilder und Infografiken, zeichnest gerne Mindmaps und schreibst stets alles mit. Optisch ansprechende Unterlagen sind Dir genauso wichtig wie eine schöne Lernumgebung. Die meisten Menschen würden sich in dieser Kategorie einordnen.
Das stört den visuellen Lerntypen: Unordnung! Bevor die Wohnung nicht aufgeräumt ist, kannst Du Dich nicht konzentrieren.
Und so nutzt Du dieses Wissen: Benutze farbige Stifte und Textmarker. Zeichne Dir während dem Lesen kleine Skizzen oder Mindmaps. Übersichtlicher wird´s mit einem Flipchart. Leihe Dir Filme aus, die Deinen Lerninhalt behandeln oder schaue passende Beiträge im Fernsehen. Versuche während dem Lernen, Dir im Kopf Bilder dazu auszumalen. Je lebendiger, umso besser! Am besten lernst Du mit Büchern, Bildern, Lernpostern und Videos. Auch Lernkarteien eignen sich super für Dich.

Der kommunikative Lerntyp

Wenn Du ein Thema so richtig durchdiskutiert hast, bleibt besonders viel hängen. Du sprichst gerne über den Lernstoff und setzt dich kritisch damit auseinander. Dir ist es wichtig, Dich mit anderen über das Thema auszutauschen und Fragen stellen zu können. Wie es aussieht, bist Du ein kommunikativer, auch intellektuell genannter, Lerntyp.
Das stört den kommunikativen Lerntypen: Lernen alleine zuhause am Schreibtisch ist nichts für diesen Typen.
Und so nutzt Du dieses Wissen: Gründe eine Lerngruppe, erkläre den Stoff anderen Menschen und suche die geistige Auseinandersetzung. Das Medium, mit welchem Du lernst, ist hier zweitrangig. Wichtig ist, dass Du Dich wirklich intellektuell damit auseinandersetzt. Rollenspiele sind eine gute Möglichkeit, alle Facetten eines Themas aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten.
Der motorische Lerntyp

„Learning by Doing“ ist Dein Motto. Was Du lernst, musst Du dir selbst erarbeiten. Du willst alles selber ausprobieren und es tut Dir gut, Dich während dem Lernen zu bewegen.
Du bist wahrscheinlich ein motorischer Lerntyp, auch haptischer Lerntyp genannt.
Das stört den motorischen Lerntypen: Still sitzen müssen, nur zuschauen dürfen ist für ihn beinahe unerträglich.
Und so nutzt Du dieses Wissen: Es motiviert Dich, schnellen Erfolg zu erleben. Übungsaufgaben eignen sich dafür sehr gut. Während Du einen Text liest, kannst Du in der Wohnung auf und ab gehen. Wenn möglich, nimm passende Gegenstände in die Hand. Experimente solltest Du nachmachen, wenn dies auf ungefährliche Weise machbar ist. Das Arbeiten in der Gruppe tut Dir ebenso gut wie der Einsatz von Körperbewegungen.

Na, hast Du Dich in einem der Lerntypen erkannt? Viele Menschen sind Mischtypen, das ist nicht ungewöhnlich. Wenn Du Dir immer noch nicht sicher bist, kannst Du auch einen kurzen Lerntypen-Test absolvieren.

Umgekehrte Psychologie im Schlafzimmer (Ja, das hat was mit Lernen zu tun!)

Manchmal scheint mein Körper falsch zu laufen.
Ich stehe auf und bin den ganzen Tag hundemüde – und läge ich mich einen Moment lang hin, würde ich auf der Stelle einschlafen.
Ich kann es kaum erwarten, abends endlich ins Bett zu gehen – um dann kein Auge zuzukriegen.
Dann liege ich die ganze Nacht wach und wünsche mir sehnlichst, es wäre doch endlich Morgen, damit ich endlich wieder aufstehen kann.
Und scheint dann das erste Tageslicht durch mein Fenster – zu einer Zeit, zu der es auch einigermaßen human wäre aufzustehen – falle ich plötzlich in einen tiefen Schlaf, aus dem mich auch der Wecker, der eine Stunde später klingelt, kaum noch wecken kann.
Eine Zeit lang dachte ich tatsächlich, mein Körper wäre falsch polarisiert.
Dass er bei Helligkeit das Schlafhormon Melatonin ausschüttet und bei Dunkelheit das Wachhormon Serotonin.
Seit Kurzem weiß ich, dass das Ganze bloß umgekehrte Psychologie ist.
Dr. Ankowitsch schreibt davon in seinem neusten Buch.
Um das leidige Thema kurz zusammenzufassen:
Oft will man genau das, was man nicht bekommen kann.
Und mindestens genau so oft bekommt man das, was man gerade nicht will.
Also versuche ich jetzt, nachts wach zu bleiben und morgens zu schlafen, oder?

Wer sich für umgekehrte Psychologie interessiert: Das Buch von Dr. Ankowitsch heißt „Mach´s falsch und du machst es richtig“. Sehr interessant und anschaulich geschrieben, mit vielen Fallstudien und Beispielen.

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Bild: amazon.de

Das Ganze lässt sich auch wunderbar auf´s Lernen übertragen.
Wer kennt das nicht: Man ist im Urlaub, will entspannen und freut sich eigentlich drauf, mal keine Arbeit zu sehen – und bekommt Lust, etwas zu lernen.
Viel Spaß beim Ausprobieren 😉

Lerntipp: Sich zum Lernen überwinden

Kennt ihr das auch? Auf dem Schreibtisch liegt ein echt kompliziertes Mathe-Heft, an das man sich nicht mehr so wirklich rantraut, in Französisch hat man auch schon länger nichts mehr gemacht, weil die Grammatik so überwältigend wirkt und eigentlich wollte man ja noch eine Einsendeaufgabe fertig stellen.

Aber oft fehlt einfach die nötige Motivation, etwas anzupacken, das schwierig, zeitaufwändig oder einfach weniger attraktiv als eine andere Beschäftigungsmöglichkeit ist. Mir hilft da häufig ein kleiner „Überwindungstrick“.

Aber zuerst eine kurze Erklärung dazu, wie eine Handlung -wie beispielsweise das Lernen- eigentlich abläuft. Hierzu finde ich das „Handlungsabfolgemodell“ nach Heckhausen, auch Rubikonmodell genannt, sehr anschaulich.
Dieses besagt, dass eine Handlung aus genau drei Phasen besteht.

Zunächst beginnt der ganze Ablauf mit der so genannten Abwägephase: Diese ist besonders gemein, da man hier eine innere Diskussion darüber führt, ob man jetzt wirklich lernen will oder nicht doch lieber einen Abend mit Freunden oder die Couch bevorzugt. Je nachdem, wie willenstark man in diesem Moment ist, fällt die Entscheidung für oder gegen das eigentliche „Muss“.

Ist der Wille stark genug, kommt es zum Rubikon: man ist nun fest entschlossen, sich dem Lernen zu widmen, der Wille ist da und die magische Schwelle (Gott sei Dank!) überschritten. Das ist der schwierigste Teil beim Überwinden.

Ist der geschafft, beginnt dann endlich die Handlungsphase, es kann losgehen.

Zuletzt kommt es dann schließlich zur Bewertungsphase. War man im „Flow“, also der Stoff weder zu leicht, noch zu schwer und man selbst vollkommen konzentriert, fühlt man sich vielleicht ausgepowert, müde aber zufrieden.

Langer Rede kurzer Sinn: Wenn man sich zum Handeln überwinden möchte, muss man die Abwägephase meistern und den Rubikon erreichen.

Mein Trick, das zu schaffen, ist eigentlich ganz simpel: Ich eliminiere die Abwägephase quasi, indem ich eine Probeminute starte. Ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, ob ich jetzt soll oder nicht, setze ich mich mit den entsprechenden Unterlagen hin und fange an. Ich sage mir dann: Wenn ich nach einer Minute immer noch keine Lust darauf habe, lege ich es wieder weg. Ganz, ganz selten kommt das vor. Denn meist kommt es zu folgendem Phänomen: Wenn ich erst einmal in den „Startlöchern“ sitze und beginne, mich mit dem Stoff auseinander zu setzen, werde ich neugierig und wenn ich mich erst einmal „eingelesen“ habe, merke ich, dass es gar nicht so schlimm ist.

Ostsee ´11

Ich wünsche euch ein schönes, motiviertes Wochenende!