Geduld ist nicht meine Stärke

Hallo ihr Lieben,

Etwa 10 Wochen liegt das Abi jetzt schon zurück – ich kann´s kaum glauben.
Und so langsam wächst die Unruhe!
Denn: Ich will endlich studieren! Unbedingt. Jetzt. Sofort.
Ich habe Euch ja erzählt, dass ich Tiermedizin studieren möchte. Schon seit ich denken kann.
Leider sind die Plätze knapp und die Aufnahmebedingungen somit echt hart.
Bis zu 6 Jahre Wartezeit stehen an, wenn man kein Traumabi hat. (Traumabi heißt in dem Fall 1,3!).
Meine einzige Chance ist, über einen Motivationstest an einen Studienplatz zu kommen, den ich im August abgelegt habe. Nächste Woche wird sich zeigen, ob meine Punktzahl gereicht hat, aber die Chance ist verschwindend gering.
Dabei würde ich so gerne umziehen, lernen, eine Uni-Tasche kaufen 😉 und was man sonst noch alles tun kann, wenn man Student ist.
Ich habe bei meinem Unibesuch einen Bücherkatalog ergattern können und würde jetzt nichts lieber tun, als alle Bücher daraus zu bestellen. (Der Erlös aus meinem Bücherverkauf wird daher auch komplett diesem „Projekt“ zugute kommen, denn Studienbücher sind verdammt teuer!)
Was aber wirklich schlimm ist, ist die Ungewissheit, wie es weitergehen wird. Sollte ich noch lange auf den Platz warten müssen, muss eine sinnvolle Alternative zur Überbrückung her. Aber welche ist die beste?

Ihr seht: alles nicht so einfach. Und dabei dachte ich, wenn ich das „blöde“ Abi erstmal in der Tasche habe, ist das Schlimmste vorbei. Aber ich habe das Gefühl, jetzt beginnt erst das richtige Leben – mit all seinen Tücken.
Aber um es positiv zu sehen: Ich bin frei und habe die freie Auswahl, welchen Weg ich jetzt gehe. Ist ja auch ganz schön, oder ..?

XOXO, Christina

Bücherverkauf!

Auch wenn ich eine absolute Bücherliebhaberin und -sammlerin bin und am liebsten alles behalten würde, was aus Papier und Seiten besteht, trenne ich mich von einigen meiner Lernbücher.
Bald steht wahrscheinlich ein Umzug an – ob es mit dem Studienplatz klappt oder nicht – und da kann ich einfach nicht alles mitnehmen.
Wenn Ihr euch für eines oder mehrere der Bücher interessiert, schreibt mir einfach eine Mail an christinahess.1@web.de. Dann sage ich Euch auch, was der Versand kosten wird.
Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für Euch dabei 😉

XOXO, Christina

PS.: Der Post über´s Fremdsprachenlernen ist bereits in Arbeit! 😉

BÜCHERVERKAUF

Deutsch

Maria Stuart (Schiller), Hamburger Lesehefte Verlag
Zustand: enthält Knickfalten und teilweise Unterstreichungen/Notizen
1,50 €

Mario und der Zauberer/Tonio Kröger (Thomas Mann), Fischer Taschenbuch
Zustand: gut
3 €

Die Jungfrau von Orleans (Schiller), Reclam
Zustand: kleiner Knick unten rechts, teilweise (hilfreiche) Anmerkungen
2 €

Der Brief des Lord Chandos – Schriften zur Literatur, Kultur und Geschichte (Hugo v. Hofmannsthal), Reclam
Zustand: gut
3 €

Iphigenie auf Tauris (Goethe), Reclam
Zustand: Farbfleck auf Buchvorderseite
2 €

Woyzeck /Leonce und Lena (Büchner), Hamburger Lesehefte Verlag
Zustand: gut
2 €

Irrungen, Wirrungen (mentor Lektüre Durchblick)
Zustand: wie neu
3 €

Lektüreschlüssel Das Parfum (Patrick Süskind), Reclam
Zustand: sehr gut
2 €

Lektüreschlüssel Medea. Stimmen (Christa Wolf), Reclam
Zustand: sehr gut
2 €

Die Verwandlung/ Das Urteil Interpretationshilfe (Stark)
Zustand: gut bis sehr gut
3 €

Praxis Sprache 9 (westermann)
Zustand: 2 Seiten beschrieben, ansonsten wie neu
(Übungen zu Kurzgeschichte interpretieren, Erörterung, Rechtschreibung, Zeitformen usw.)
5 €

Praxis Sprache 10 (westermann)
Zustand: wie neu
(Übungen zu Sachtext, Erörterung, literarische Texte + Interpretation, Rechtschreibung, Kommasetzung usw.)
5 €

Lyrik des Expressionismus, Silvio Vietta (Niemeyer)
Zustand: Büchereiverkauf (außen deutliche Gebrauchsspuren, innen einwandfrei)
3 €

Französisch

Coleurs de France 1 neu (Langenscheidt)
+ 2 CDS + „Reisebegleiter und Sprachführer“, viele Übungen + Lösungen, wird in vielen VHS-Kursen genutzt)
Zustand gut bis sehr gut
19 €

Mateo Falcone/Das Blaue Zimmer (Prosper Mérimée), Französisch/Deutsch, Reclam
Zustand:Gebrauchsspuren am Einband und wenige Markierungen/Notizen
3 €

Les frères Montgolfier (Cornelsen Lectures pour Debutants, ab 2. Lehrjahr)
Zustand : kleiner Saftfleck unten rechts, ansonsten ok
1 €

Etudes Francaises : nouveaux Horizons (Klett)
Zustand : gut
5 €
(wird von der SGD geliefert, wenn man Französisch belegt)

Zeitschrift écoute Janvier ´12 (mit Worterklärungen, Rätsel, 8 Vokabelkarten usw.)
Zustand: Ecke am Cover beschädigt, ansonsten ok
2 €

Englisch

Canada – Dreams and Realities (Cornelsen)
Zustand: sehr gut
3,50 €

The Old Man and the Sea (Ernest Hemingway), Reclam
Zustand: leichte Gebrauchsspuren am Einband, Markierungen
2,50€

The Wave (Todd Strasser), Laurel-Leaf Books
Zustand: deutliche Gebrauchsspuren, Notizen auf den ersten Seiten
2 €

Notting Hill (Richard Curtis), Penguin Readers (vereinfachte Ausgabe, Stufe 3, Pre-Intermediate, 1200 words) + Vokabelliste und Aufgaben)
Zustand: leichte Gebrauchsspuren Außen, Innen wie neu
4,50€

White Teeth (Zadie Smith), Petersen Taschenbuch
Zustand: leichte Gebrauchsspuren, innen fast wie neu
(zum Thema clash of cultures, immigration, generation conflicts!)
4 €

Dr Jekyll and Mr Hyde (RL Stevenson), Easy Readers – Classics (D – 2500 words + Vokabelerläuterungen)
Zustand: außen Gebrauchsspuren, innen wie neu
(zum Thema Mensch und Maschine, Science Fiction etc.)
4 €

The Tortilla Curtain (T.C. Boyle), Klett
Zustand: gut bis sehr gut
(zum Thema clash of cultures, immigration, war schon öfter Prüfungsvorschlag)
5 €

Religion

Religion und Psychologie (C.G. Jung)
Zustand: aus Büchereiverkauf (mit Stempel etc.)
1,50 €
(sehr sachlich geschrieben; man sollte sich schon für´s Thema interessieren!)

Geschichte

Zeitreise 2 (Klett)
Zustand: wie neu
(Aufklärung, Amerika, Französische Revolution, Industrialisierung, Deutsches Kaiserreich, Imperialismus & 1. Weltkrieg, neue Weltmächte
10 €

Entdecken und Verstehen 3 (Cornelsen)
Zustand: Wasserwellen unten, ansonsten in Ordnung
( industrielle Revolution, Imperialismus, 1. Weltkrieg, neue Weltmächte, Weimarer Republik usw.)
5 €

Politik

Politik – Ein Studienbuch zur politischen Bildung (Sutor & Detjen, Schöningh)
Zustand: wie neu
(wurde auf dem Prüfungsseminar empfohlen)
10€

Mathe

Abi Kompaktwissen Mathematik (Klett)
Zustand: wie neu
5 €

Geschafft! In jeglicher Hinsicht ;)

Seit genau vier Wochen und vier Tagen bin ich tatsächlich im Besitz des Abiturzeugnisses!
Ich hoffe, ihr habt Verständnis dafür, dass mein ausführlicher Bericht erst jetzt stattfindet, aber vier Wochen Urlaub von Allem mussten einfach sein.
Es folgt ein etwas längerer Beitrag,
aber zumindest bei mir war es so, dass ich im Vorfeld am liebsten alles bis ins kleinste Detail gewusst hätte und wer weiß, vielleicht geht es euch ja genauso? 😉

Der Ablauf

Zuerst möchte ich euch berichten, wie die einzelnen Prüfungen liefen. Da ich etwa 200km von Darmstadt entfernt wohne, habe ich mich für eine knappe Woche dort einquartiert, sodass ich nicht ständig pendeln musste. Geprüft wurde ich in Biologie, Erdkunde, Religion und Französisch.

Französisch war meine allererste mündliche Prüfung. Direkt ein Sprung ins kalte Wasser, denn ich habe noch nie ordentliches (!) Französisch mit jemandem gesprochen.
Auf der Autofahrt zur SGD habe ich mir gewünscht, dass meine Prüfung das Thema „Mateo Falcone“, das Buch von Prosper Merimée, behandelt. Und zu meiner großen Erleichterung kam genau das dran.
Einige Tage vorher habe ich selbst Fragen zu meinen Themen formuliert und diese mündlich beantwortet. Und in Französisch wurden tatsächlich genau die Fragen gestellt, die ich mir im Vorhinein bereits selbst gestellt hatte!
Dieses Prozedere kann ich euch also nur ans Herz legen, denn so ist man nicht mit etwas Glück super auf die Fragen vorbereitet, sondern lernt auch, Gelerntes angemessen zu formulieren.
Auch wenn ich noch nie ein ausführliches Gepsärch auf Französisch gehalten habe, habe ich meinen Prüfer gut verstehen und auf seine Fragen reagieren können.
Auch mein Wortschatz war entgegen meiner Erwartungen vollkommen ausreichend. Ein paar wichtige Wörter zum Thema habe ich mir in der Vorbereitungszeit aus dem Wörterbuch rausgeschrieben. Wusste ich wirklich ein Wort mal nicht, hat mein Prüfer mir sofort weitergeholfen.
Kleiner Anhaltspunkt: ich habe den kompletten Basiswortschatz mit vorgefertigtem Karteikasten gelernt sowie etwa die Hälfte des Erweiterten Wortschatzes. Zusätzlich habe ich mir Wörter, die ich im Verlauf der Zeit nachschlagen musste oder als wichtig empfand, in ein eigenes Buch eingetragen und mit Klebezetteln notiert, wann ich welche Wörter wiederholen muss, damit sie im Langzeitgedächtnis hängen bleiben. Das hat super funktioniert. (Soll ich das genauer erklären? Oder kennt ihr das schon? Schreibt mir einfach einen Kommentar )
Das Gespräch verlief relativ angenehm. Einige Tage später erfuhr ich dann, dass ich 8 Punkte bekommen habe, was in Anbetracht der Tatsache, dass ich Angst hatte, den einen Punkt, der zum Bestehen notwendig ist, nicht bekomme, für mich eine gute Leistung ist.

Am nächsten Tag folgte zunächst Biologie. Da ich seit einigen Monaten hier nur noch wiederholt hatte, fühlte ich mich ganz gut vorbereitet. Natürlich findet man immer etwas, das man noch nicht kann, aber davon dürft ihr euch nicht einschüchtern lassen, da sist ganz normal!
Ich habe dann Fragen zur Evolutionstheorie bekommen, die ich gut beantworten konnte. Mein Prüfer hat mich mit einigen Zwischenfragen irritiert, die ich nicht auf Anhieb beantworten konnte, da sie so nicht im Heft vorkamen, aber offenbar hatten diese keinen Einfluss auf meine Note.
Zum Ende hin wurde die Zeit etwas knapp und ich konnte nicht mehr alle Fragen ausführlich beantworten, aber die 14 Punkte, die ich dafür erhielt, machten mich sehr glücklich.
Da Biologie für mein weiteres Studium sehr wichtig ist, hat mir diese Note viel bedeutet. Eine schlechte Note hätte mich hier an meinen Fähigkeiten zu studieren zweifeln lassen.
In sofern habe ich mich hier doppelt gefreut!

Anschließend wurde ich, noch am gleichen Tag, in Erdkunde geprüft. Erdkunde war das Fach, in dem ich mich nach Französisch am unsichersten fühlte. Erwartet hätte ich, wenn es gut läuft, 5 Punkte. Tatsächlich erhalten habe ich 10.
Die Prüfung fing etwas irritierend an, da ich nicht den gleichen Atlas verwenden durfte, wie den, den ich in der Vorbereitung bekam. Außerdem habe ich in der Vorbereitung glatt eine Seite übersehen, sodass ich ganz schön improvisieren musste.
Ich bekam das Thema „Sahelzone“ und musste diese lokalisieren, die Klimafaktoren beschreiben, die Wanderbewegungen der Nomaden interpretieren, Demographiediagramme vergleichen und deuten und einige Zwischenfragen beantworten.
In Erdkunde kommt es vor allen Dingen darauf an, dass man die Fertigkeiten beherrscht. Karten lesen, Diagramme und Statistiken auswerten, Demographiediagramme deuten und interpretieren, die Hintergründe nennen… Wenn das sitzt, muss man fast nichts zum eigentlichen Thema wissen.
Hier hat mir das gleichzeitige Belegen von Politik schriftlich sehr geholfen. Hier gab es ein Heft zur Demographie und die Infos hieraus konnte ich sehr gut in der Erdkundeprüfung verwerten. Man sollte einfach logisch denken und schlussfolgern können und eventuell ein paar geschichtliche Fakten kennen.
In Erdkunde werden eben einige Fächer kombiniert, da kann etwas Grundwissen in diesen nicht schaden.

Meine letzte Prüfung war Religion. Hier habe ich wirklich viel gelernt und ein gutes Gefühl gehabt.
Zudem kam mein Lieblingsthema, der Buddhismus dran. Also hatte ich wirklich hohe Erwartungen.
Tatsächlich war der Text, den ich erhielt, sehr kompliziert. Es war ein Ausschnitt aus „Siddharta“ von Herman Hesse, und da ich das Buch zufälligerweise kannte, haben die Fragen der Prüfung nicht mehr so richtig zum Textausschnitt gepasst, da ich die Hintergründe kannte.
Außerdem waren die Fragen sehr missverständlich formuliert. Oft wusste ich gar nicht, was man eigentlich von mir hören wollte.
Ich habe mich dann so durch die Prüfung geangelt und das mitgeteilt, was ich wusste. Es kamen einige Zwischenfragen, die nichts mit meinen Themen zu tun hatten. So sollte ich zum Beispiel beschreiben, wie die Apostel der Bibel sich gegenseitig beeinflusst haben, obwohl das nichts mit meinen Schwerpunkten zu tun hatte.
Ich habe 8 Punkte erhalten und fand das für meine Leistung in Ordnung.
Allerdings war ich etwas enttäuscht, da ich zu diesem Thema eigentlich viel mehr gewusst hätte.

Wie sind die Prüfungen ausgefallen?

Insgesamt bin ich eigentlich zufrieden mit meinem Abiturzeugnis, ich habe einen guten Zweierschnitt erreicht. Erhofft habe ich mir anfangs eine 1 vor dem Komma, da mir das einen direkten Studienplatz gesichert hätte. Allerdings rückte das nach meiner Matheprüfung in unerreichbare Ferne.
Von allen Teilnehmern der schriftlichen Prüfung, haben es am Ende meines Wissens nach etwa 40% tatsächlich geschafft (keine Garantie!).
Besonders die Sprachen waren eine große Hürde. Deswegen auch hier noch mal der Appell an alle, die in einer Sprache geprüft werden, die sie komplett neu lernen: findet Lerngruppen, besucht Sprachkurse (günstig bei den Volkshochschulen), gönnt euch vielleicht sogar eine Sprachreise oder einen Nachhilfelehrer. Ich weiß, das ist finanziell oft einfach nicht drin, aber eine Sprache komplett selbstständig zu lernen, ist wirklich sehr anstrengend und wie man sieht, leider auch oft undankbar.

Die Abiturfeier

Die SGD hat sich wirklich Mühe gegeben, uns eine schöne Feier zu bescheren.
Abends fanden sich alle Teilnehmer hinter dem SGD-Gebäude ein, wo ein Fotograf Gruppenfotos im Garten machte.
Anschließend wurde eine nette Rede des Oberstudienrates gehalten, woraufhin die Zeugnisse ausgeteilt und Einzelfotos gemacht wurden.
Zum Schluss wurde mit Sekt aufs bestandene Externenabitur angestoßen. Sogar ein Buffet und eine Abi-Torte gab es 😉

Wie geht es mit meinem Blog weiter?

Die Frage stelle ich mir schon seit einiger Zeit. Mein Abitur habe ich jetzt, allerdings wird das Lernen auch in Zukunft noch einen großen und wichtigen Teil in meinem Leben ausmachen.
Außerdem gibt es noch so viele interessante Dinge über das Lernen zu schreiben.
Ich habe mich mit Lernmethoden, Gedächtnistraining, Meditation und auch Nahrungsmitteln, die das Lernen effektiver machen, beschäftigt. Ich habe Erfahrung mit dem Erstellen von Lernplänen gemacht, Schnell-Lese-Methoden ausprobiert und verschiedene Arten, Vokabeln zu lernen.
Kurz: Lernen ist so viel mehr, als bloß Lesen und Wiederholen!
Das alles finde ich sehr spannend und da ich auch das Schreiben sehr mag, würde ich den Blog gerne fortführen, wenn es interessierte Leser (und Lerner 😉 ) gibt und es sich zeitlich einrichten lässt.

Apropos Zeit …

Wie sieht meine Zukunft aus?
Also, mein absoluter, unerschütterlicher, alles einnehmende Traum ist: Tiermedizin.
Das ist, wofür ich lebe, womit ich meine Zeit verbringen will und was tief in mir drin brennt.Das ist, was mich glücklich machen wird.
(Übrigens: Zu diesem Thema habe ich auch ein kleines Projekt, welches ich jetzt ausbauen möchte: http://www.tiermenschnatur.blog.de ; über „Vorbeischauer“ freue ich mich aber auch jetzt schon 😉

Ich hoffe, Euch einen hilfreichen Einblick in meinen Fernlehrgang Abitur an der SGD gegeben zu haben und würde mich über Kommentare oder Mails (christinahess.1@web.de), gerne auch Anregungen oder Fragen sehr freuen!
All denen, die die großen Prüfungen noch vor sich haben, wünsche ich ganz, ganz viel Glück!

XOXO, Christina

Morgen erste mündliche Prüfung!

Ich kanns kaum fassen. In drei Tagen habe ich es geschafft.Wenn alles gut läuft. Aber soweit mag ich im Moment noch garnicht denken.
Ich muss ehrlich sagen – die letzte Woche war die schlimmste.
Nervösität gesellt sich zur Angst, es nicht zu packen und zur Freude, in einer Woche (hoffentlich!) das Abiturzeugnis in der Hand halten zu dürfen.
Achterbahn der Gefühle. Vom Feinsten.

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Das Schlimme ist bei mir auch, dass ich so kurz vor den Prüfungen noch möglichst viel Wissen aufsaugen will. Trotzdem habe ich ständig das Gefühl, schon wieder viel zu viel vergessen zu haben.
Ich weiß einfach nicht, wo ich dran bin. Kann ich jetzt alles oder doch nicht?
Das Mündliche Prüfungsseminar war insofern hilfreich, dass ich die Lehrer kennenlernen konnte. Das nimmt schonmal ein wenig der Anspannung. Man merkt einfach, dass sie wirklich nur Menschen sind und den Prüflingen gegenüber recht positiv gestimmt sind.
Die Angst bleibt trotzdem. Aber ich versuche, positiv zu denken.
Morgen fängt es direkt mit Französisch an. Ein Wurf ins kalte Wasser, aber dann habe ich gleich das Schlimmste hinter mir. Am Donnerstag folgen Biologie und Erdkunde, wobei etzteres auch eine Zitterpartie wird. Es ist einfach so viel Stoff! Am Freitag endet meine Prüfungsphase mit Religion und Abends erfolgt die Zeugnisausgabe.
Heute wiederhole ich noch einmal Franzsösisch, am Abend versuche ich, mich zu entspannen und morgen früh geht es dann nach Darmstadt.
Ich melde mich nächste Woche wieder – hoffentlich mit guten Nachrichten 😉

Schriftliche Abiturprüfungen bestanden

„[…] damit haben Sie den schriftlichen Teil der Nichtschülerprüfung bestanden [..]“

Drei geschlagene Jahre habe ich auf diesen Satz gewartet. Auch, wenn die mündlichen Abiturprüfungen noch anstehen, habe ich die größte Hürde genommen und eine riesige Last ist von mir gefallen.

Prost!

Als der Brief heute (endlich!) im Briefkasten lag, traute ich mich selber gar nicht, ihn zu öffnen, da ich mir zu 99,99% sicher war, dass ich die Mathe-Prüfung nicht bestanden habe. Ich habe ja erzählt, dass ich die Prüfung nachschreiben musste. In Analysis hatte ich auf eine Kurvendiskussion gehofft, die in den vergangenen Jahren eigentlich immer drankam, aber dieses Jahr nicht. In Geometrie habe ich die Aufgabenstellungen nicht wirklich verstanden. Und in Stochastik, was ich zuletzt echt beherrschte, ist mir im Nachhinein eingefallen, dass ich die Roulette-Regeln falsch verstanden habe und deswegen meine Rechnung falsch sein musste. (An dieser Stelle herzlichen Dank ans Hessische Kultusministerium. Wie war das, man lernt für´s Leben ..?)

Wie auch immer, hier meine Ergebnisse:

LK Englisch: 14 Punkte                                                                                    LK Deutsch: 10 Punkte
GK Politik und Wirtschaft: 11 Punkte                                               
GK Mathe: 3 Punkte

Hätte ich eine anständige Mathe-Aufgabe bekommen, könnte ich mir meinen Studientraum vielleicht noch verwirklichen. So werde ich wohl noch ein bis zwei Jahre auf einen Studienplatz warten müssen.                                                                                                           Aber ich will mich nicht beschweren. Ich habe den schriftlichen Teil des Fernabiturs geschafft, und vor allem über die Englisch-Note habe ich mich sehr, sehr gefreut. Das hätte ich niemals für möglich gehalten. Auch Politik hat mich positiv überrascht!

Ich gratuliere auch hier noch mal allen, die den schriftlichen Teil des Abiturs bestanden haben. Diejenigen, bei denen es nicht gereicht hat, haben jetzt nochmals die Chance, in der mündlichen Nachprüfung alles zu geben. Ich drücke ganz feste die Daumen!

 

Motivationslieder zum Lernen

Da Musik mich immer ganz toll motivieren kann, wenn ich mal wieder einen kleinen Durchhänger habe, dachte ich, ich stelle Euch mal  meine allerliebsten Motivationslieder zum Lernen vor:

  1. Let´s get it started (Black Eyed Peas)
  2. Pocketful of Sunshine (Natasha Beddingfield)
  3. You can get it if you really want (Jimmy Cliff)
  4. Get up, stand up (Bob Marley)
  5. Alles neu (Mia)
  6. Nichts bringt mich runter (Ich+Ich)
  7. I feel allright (The Pigdeon Detectives)
  8. Keep on singin´my song & I will be (Christina Aguilera)
  9. Try try try (Itchy Poopzkid)
  10. Ganz oder garnicht (SDP)
  11. Der Anfang (SDP)
  12. Allstar (Smash Mouth)
  13. (ganz ganz wichtig!): Stronger (Kanye West) – ist immerhin Namensgeber meines Blogs 😉

Vielleicht gefallen sie euch ja und können euch ebenfalls helfen, euch zum Lernen zu motivieren. Bei mir funktioniert es immer ganz toll 🙂

Erste Prüfungen geschafft!

Meine vorerst letzte Prüfung liegt nun schon eine Woche zurück, und ich denke es ist Zeit für eine kleine Zusammenfassung.
Auch wenn mir die Matheprüfung noch im Nacken sitzt – dank Knochenentzündung im Ohr und massiven Gleichgewichtsstörungen, perfektes Timing also – bin ich erstmal erleichtert, einen Großteil der Prüfungen hinter mir zu haben.
Momentan lerne ich sehr viel für die mündlichen Fächer – also Französisch, Erdkunde, Bio und Reli – und wiederhole Mathe, um die Vergessenskurve so flach wie möglich zu halten.
Auch wenn schon umfassend über die Prüfungen berichtet wurde, hier ist meine ganz subjektive Sicht zu den Dingen.
 
Englisch Leistungskurs
Die erste Prüfung – ich war SO aufgeregt!
Ich habe es diesmal so gehalten, dass ich an jedem Prüfungstag nach Pfungstadt und wieder zurück gefahren bin, da ich dachte, es wäre entspannter, zwischen den Prüfungen zu Hause zu sein – denkste! Um 3 Uhr morgens einschlafen und um halb 5 wieder aufstehen, weil man Angst vor Staus, Schnee, Glätte und sonstigen spontanen Zwischenfällen hat, ist nicht wirklich „entspannend“! Dazu wächst und wächst die Nervösität, wenn man vor der Prüfung 2 1/2 Stunden im Auto sitzt, enorm.
Die Prüfung an sich war dann jedoch relativ locker. Der spannendste Moment seit Beginn des Fernabis ist für mich eindeutig folgender: Ich sitze an meinem Platz, der Lehrer teil uns ein paar Infos mit, die wir sowieso schon wissen, und dann geht er durch die Reihen und teilt die Prüfungsvorschläge aus. Und ich schau nach und sehe ENDLICH, wofür ich die letzten 3 Jahre gelernt habe. Ob es sich gelohnt hat. Oder ich Pech habe.
Und ich hatte Glück. Englisch war meiner Meinung nach wirklich umsetzbar, wenn man nach der Themenliste des Kultusministeriums gelernt hat. Dass Immigration oder American Dream jedes Jahr dran kommt, weiß jeder, der sich die alten Prüfungen mal durchgelesen hat. Dass man dann noch das „Country of Reference“ mit großer Wahrscheinlichkeit einbinden kann, ist eigentlich auch klar. Und genau so kam es dann auch.
Ich habe mich für den Vorschlag zu Immigration entschieden. Hier musste man einen Text über Assimilation und Multiculturalism zusammenfassen, einen Brief zum Thema schreiben und den Multikulturalismus in Great Britain mit dem in Canada oder den USA vergleichen. Hier konnte man auch gelesene Lektüren gut einbauen – ich habe mich auf Tortilla Curtain und die Situation der Hispanics in den USA bezogen.
Wir hatten insgesamt (mit Einlesezeit) 6 Stunden Zeit, die aber wie im Flug vergingen. Da ich vor der Reinschrift immer eine Info-Sammlung und eine Glieferung angelegt habe, hat die Zeit für mich gerade so gereicht, eine Stunde mehr wäre also auch nicht schlimm gewesen 😉
 
Deutsch Leistungskurs
Deutsch war für mich DIE Überraschung unter den Prüfungen (aber wer weiß, was mich noch erwartet?).
Ich hatte mit einer Personencharakterisierung, einer Stellungnahme zu Frauenbildern der Autoren oder zu den Beziehungen zwischen den Figuren gerechnet. Oder etwas zum Thema Genie oder Sprache, da das so gut zu den Pflichtlektüren gepasst hätte.
Aber dann gab es Vergleiche zu Figuren aus Nicht-Pflichtlektüren, eine Kurzgeschichte, die ebenfalls nicht bekannt war und eine Totenrede anlässlich des Todes von Christa Wolf.
Da ich auf den ersten Blick mit nichts von alledem etwas anfangen konnte, habe ich mich für Letzteres entschieden, da man die Aufgaben wenigstens analytisch angehen konnte.
Zusammenfassen. Kein Problem. Redeanalyse … hatte ich zwar seit einem Jahr nicht mehr gemacht, aber irgendwas musste da ja hängen geblieben sein. Von wegen Absicht, Stilmittel und so. Check.
Dann eine Charakterisierung der Autorin, wie der Redner sie darstellt. Ein bisschen markieren und das Ganze schön verpacken. Läuft. Und zum Schluss ein Vergleich zwischen Autorin und Medea. Okay, JETZT darf ich auch mal was von dem anwenden, was ich gelernt habe, vielen Dank.
Insgesamt lief es zwar gut, soweit ich das einschätzen kann, aber etwas enttäuscht war ich hier schon. Seit Monaten lese ich unzählige Lektürehilfen, schreibe Mindmaps zu den Themen, die mit den Lektüren verbunden sind – und dann sowas. Da hätte es auch gereicht, das Buch zu lesen und ein bisschen Redeanalyse zu üben.
Aber leider weiß man vorher nie, was einen erwartet. Das hat mir nur gezeigt, dass es nichts bringt, sich verrückt zu machen. Es ist wichtig, dass man zu jedem Thema etwas sagen kann, ein Verständnis für die Zusammenhänge entwickelt und sich vielleicht auf ein, zwei Sachen spezialisiert – denn wenn man Glück hat, kommt genau das dran. Wenn nicht, hat man sich wenigstens nicht verrückt gemacht 😉
 
Politik Grundkurs
Politik war für mich immer sehr „schwammig“. Hier habe ich jedoch das oben genannte Prinzip erfolgreich umgesetzt.
Ich habe versucht, zu jedem Thema etwas zu wissen, die Zusammenhänge zu verstehen, sodass ich zu jedem Bereich etwas sagen könnte.
Und auf zwei Bereiche habe ich mich intensiv vorbereitet: Entwicklungspolitik und Wirtschaft. Ersteres, weil es interessant ist und zweiteres, weil es logisch ist. So einfach.
Ich wusste genau, dass es sein könnte, dass keiner der beiden Bereiche dran kommt, und falls doch, dann eventuell zusammen mit anderen Themen, die ich wieder nicht beherrsche. Aber: NO RISK NO FUN.
Und in diesem Falle hatte ich wirklich Glück: Denn Vorschlag B war: Wirtschaft. Nicht so toll wie Entwicklung, aber wer will da noch meckern?
Auch hier wieder Textzusammenfassung, dann Zuordnung zu einer wirtschaftspolitischen Orientierung, weitere Aspekte von dieser nennen, und diskutieren, ob der Staat sich in die Wirtschaft einmischen sollte.
Natürlich wusste ich nicht alles, man hätte noch mehr schreiben können, kann man doch irgendwie immer.
Aber ich konnte alles bearbeiten, habe ein ganz gutes Gefühl, und das ist erstmal das Wichtigste.
 
Okay, das wurde jetzt etwas lang. Wer bis hierhin gelesen hat: Danke 😉
Da man im Nachhinein oft eine klarere Sicht darüber hat, worauf es ankommt und was man hätte besser machen können, werde ich das demnächst nochmal aufgreifen für diejenigen, denen diese nervenaufreibende, aber irgendwie auch tolle Zeit noch bevor steht. Eins kann ich euch aber schon sagen: Macht euch nicht verrückt. Ehrlich.

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